Zamani 

 

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Drohnenaufnahmen

Outdoor & Indoor

Flugaufnahmen machen einen Film zu etwas Besonderem. Wenn Sie Ihren Film auf eine andere Ebene bringen möchten, kontaktieren Sie uns gerne für ein Angebot.

Produktion und Regie

Klick & Go Gasanschluss

Sprache: Deutsch,
2 Min.

Ein kurzer, ansprechender Film ist ein gutes Mittel, um ein neues Produkt vorzustellen.

Produktion und Regie

Werbespot gegen Rassismus

Sprache: Deutsch,
30 Sekunden, 2013

Eine Initiative der Filmemacher gegen Rassismus.

Dieses Projekt wird gefördert vom Land Rheinland-Pfalz, Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur & Ministerium für für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen.

Voraussichtlich im Herbst 2013 startet unser erster Werbespot in den Kinos von Rheinland-Pfalz. Mit Überraschung und Ironie möchten wir auf den alltäglichen Rassismus aufmerksam machen, der sich immer wieder in die Köpfe der Menschen einschleicht.

Toleranz und Offenheit sind nicht selbstverständlich. Es sind Kulturleistungen, die immer wieder gestärkt werden müssen, damit sie nicht verkommen. Die Filmemacher gegen Rassismus möchten hiermit ihren Beitrag dazu leisten.

Zamani Film Production
Aryan TV – Jalal Nikou

TwoShoot
Boundless Productions
Infinito Pictures
Camcar
ton_ralf – Ralf Weber
Mediengestalter – Sebastian Stahl
Industriesauger TV
Torus GmbH
SWR – Report Mainz
Voice 4 Rent
Partyservice Koblenz
AWO Rheinland
aisthetios

Produktion und Realisation

Lernende Organisation DGW 2015

Sprache: Deutsch und Englisch, 45 Min., 2012

Dieses Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Kann ein Unternehmen seine Kultur verändern? Was macht eine Firma erfolgreich und Mitarbeiter zufrieden? Wie kann ein Unternehmen sein gesamtes Potential ausschöpfen?

Deutsche Industrieunternehmen sind weltweit für ihre Effizienz und Innovationskraft bekannt. Doch der Wettbewerb verschärft sich. Vier Unternehmen haben sich im Projekt „Stradewari“ zusammengeschlossen, um ihre hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten, denn ein Unternehmen muss sich ständig weiterentwickeln. Wer stehen bleibt, wird schlechter.

Technisch sind viele Unternehmen in Deutschland bereits hoch entwickelt. Das größte ungenutzte Potential liegt bei den Mitarbeitern. Viele Ideen und viel Engagement werden durch eine ungünstige Unternehmenskultur verschenkt. Schlimmer noch: Immer mehr Arbeitnehmer erleiden Krankheiten wie Burnout. Gründe für die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen sind zum Beispiel die zunehmend hektischere Situation in Unternehmen sowie die Straffung der Produktion.

Hinzu kommt der demografische Wandel, wodurch manche Unternehmen darauf Rücksicht nehmen müssen, dass die älter werdenden Mitarbeiter andere Anforderungen an Arbeit haben.

Zudem gibt es immer weniger Nachwuchs. Bietet ein Unternehmen keine guten Arbeitsbedingungen, kann die Personalsituation schwierig werden.

Die Deutschen Gasrußwerke Dortmund sind eines der vier Unternehmen in Stradewari. Im Jahr 2008 startete in der DGW ein Lernprojekt.

Eine neue Unternehmenskultur und -organisation sollten die Mitarbeiterzufriedenheit und die Kreativität erhöhen. Das Unternehmen sollte für die Zukunft gerüstet werden.

Das Werk wurde 1936 gegründet und hat rund 170 Mitarbeiter. Die DGW produzieren Ruß, ein Hochtechnologie-Grundstoff, der zum Beispiel für Reifen, Druckerfarbe und Tonern verwendet wird. Sie unterschieden sich in Körnigkeit und Oberfläche. Über 20 Arten Ruß werden in der DGW hergestellt.

Viele Produktionsprozesse sind automatisiert. Trotzdem sind Personalkosten ein wichtiger Faktor im internationalen Wettbewerb. Die Mitarbeiter der DGW sind sehr gut ausgebildet. Sie können das Unternehmen dauerhaft wettbewerbsfähig halten, wenn ihre Ideen genutzt werden.

Die DGW will ihre Kultur und Organisation bis 2015 verändern. Doch was ist Unternehmenskultur überhaupt genau? Unternehmenskultur ist die Art und Weise, wie man miteinander umgeht, wie man führt, und nach welchen Werten und Grundlagen Entscheidungen getroffen werden.

Der Film dokumentieren die Kultur- und Organisationsveränderung der DGW.

Auf welchem theoretischen Hintergrund beruht das Projekt? Was sagt die Wissenschaft zu Organisationsentwicklung?

Was ist bisher beim Lernprojekt DGW geschehen? Die entscheidenden Ereignisse im Überblick.

Und was passiert aktuell im Projekt? Wir begleiten Chemiemeister Jürgen Radschies zum Feedbacktraining.

Abschließend eine Gesprächsrunde in der DGW mit den Neurowissenschaftler Professor Gerald Hüther. Was wird bis 2015 noch passieren? Ein Ausblick.

Für weitere Informationen über das Projekt und eine DVD des kompletten Films können Sie uns gerne kontaktieren.

Produktion und Realisation

Imagefilm The New Yorker Hotel

1-min. Film für die Website, 2011

Produktion und Realisation

Imagefilm Perfect English

2-min. Film für die Website, 2011

Autorentätigkeit

WDR Cosmo TV

Giz - Eine Frau boxt sich durch, 4-min. Magazinbeitrag, 2011

Giz Elaazri ist mehrfache Meisterin im Kickboxen in Marokko. Sie war erfolgreich, verdiente gutes Geld und war bekannt.

Vor knapp einem Jahr kam sie nach Köln: für ihren Mann. Vor zehn Jahren hatten sie sich im Internet kennen gelernt. Neun Jahre lang führten sie eine Fernbeziehung. Um zusammen zu leben, hat Giz schließlich ihre Karriere in Marokko aufgegeben. Sie kommt nach Deutschland. Doch hier ist alles anders, außer ihrem Mann kennt sie zunächst niemanden. Sie hat keinen Job, spricht kaum Deutsch und fühlt sich fremd. Ihr erster Schritt: sie fängt wieder an zu Kickboxen. Ein Film über eine Kickboxerin, die in Deutschland noch mal ganz von vorne anfangen will.

Autor und Realisation

WDR ServiceZeit: Familie

Unterschiedliche Schuhgrößen - was nun? 3-min. Magazinbeitrag, 2010

Jason Kossbach ist ein fröhlicher fünfjähriger Junge. Wenn er mit seinen Freunden in der Kita spielt, ist ihm nicht anzumerken, dass er mit einem Handicap lebt. Und doch unterschiedet ihn etwas von den anderen Kindern. Jason hat zwei unterschiedlich große Füße.

Die Ursache dafür ist in den meisten Fällen, wie auch bei Jason, ein sogenannter Klumpfuß. Davon betroffen ist etwa eins von tausend Kindern, die Diagnose erfolgt in der Regel bei der Geburt. Durch die Behandlung mit einem Gips, der regelmäßig ausgetauscht wird, und Operationen, kann die Fehlstellung heute problemlos korrigiert werden. Das einzige was häufig bleibt, ist, dass die Füße unterschiedlich schnell wachsen, so wie bei Jason. Dieser Unterschied wird bei ihm wohl auch im Erwachsenenalter bestehen bleiben. Aber für die Funktion der Füße hat dies keine Bedeutung.

Sie hat aber eine Bedeutung für den Schuhkauf. Der ist ein echtes Problem. Denn Schuhe sind immer nur im Doppelpack zu haben. Einer für rechts, einer für links – in einer Größe. Jason braucht aber zwei Größen, rechts 30 und links 27. Also muss seine Mutter für ihn zwei Paar Schuhe kaufen. Das ist Verschwendung, das ist teuer – und für Jasons alleinerziehende Mutter von drei Kindern finanziell kaum zu stemmen. Zudem ist es mit den Alltagsschuhen für 20 € nicht getan, hinzu kommen 30 Euro für Sportschuhe, außerdem Hausschuhe, Gummistiefel, vielleicht Fußballschuhe. Das alles mal zwei: macht wohl um die 250 €.

Über den Preis verhandeln will man mit Frau Kossbach auch nicht. Das ist keine Boshaftigkeit der Verkäufer, sondern nachvollziehbare Geschäftspolitik. Was sollen sie machen mit den übrig bleibenden Einzelexemplaren?

Genau an diesem Punkt setzt Thomas Martini aus Bochum an. Der von Geburt an an einer Muskelschwäche leidende Hobby-Programmierer entwickelte eine Internetseite, über die Menschen mit unterschiedlich großen Füßen ihre überflüssigen Schuhe tauschen können. Die Seite heißt „www.schuhtausch.de“ und ist für die Benutzer gebührenfrei.

Auch Frau Kossbach hat „schuhtausch.de“ im Internet entdeckt und erst einmal Sandalen für Jason bestellt. Zum Schuh-Preis kommen die Versandkosten. Das ist aber alles immer noch viel preiswerter, als zwei Paar Schuhe zu kaufen.

Zum Internetangebot zählt auch ein Forum. Es bietet die Möglichkeit, einen dauerhaften Schuhpartner zu finden. Dieses glückliche Zusammentreffen gab es mittlerweile schon oft: Zwei Menschen, deren Fußgrößen genau entgegengesetzt zu denen anderer Betroffener entwickelt sind fanden sich und können von nun an alle Schuhe tauschen. Auf so viel Glück hoffen jetzt auch Jason und seine Mutter. Denn Schuhe wird er in seinem Leben noch reichlich brauchen – und ein Freund mehr kann auch nicht schaden.

Autor und Produktion

Schizophrenie: Eine Strafe Gottes?

7-min. Magazinbeitrag, 2009

Yasmin liebt den Wald. Er beruhigt sie. Sie erkrankte an einer Schizophrenie, wie 800.000 andere Menschen in Deutschland. Trotz dieser großen Anzahl ist die Akzeptanz in der Gesellschaft schlecht.

Yasmin möchte unerkannt bleiben. Mit 19 Jahren hatte sie ihre erste schizophrene Episode und musste zwangseingewiesen werden. Manchmal der einzige Ausweg.

Yasmin: „Ich hatte Angstzustände, hab mich verfolgt gefühlt. Ich hab auch verrückte Dinge gedacht: Ich saß auf der Fensterbank und wollte raus springen weil ich dachte, ich wäre ein Vogel, ich könnte fliegen, ich wär‚Äô frei. Und ich war immer hin und her gerissen, irgendwie wollte ich springen, irgendwie sagte `ne stimme: Nein, mach das nicht!“

Dr. Wolfgang Hesse ist Psychologe am Alexianer-Krankenhaus in Köln-Porz. Er kennt die Vorurteile, denen Schizophrene oft begegnen:

„Ich glaube, dass es in der Allgemeinbevölkerung noch sehr abweichende Vorstellungen davon gibt, was Schizophrenie eigentlich ist und wie diese Menschen sich benehmen. Zum einen herrscht immer dieses Vorurteil es seien Menschen, die zwei oder mehr Persönlichkeiten in sich haben. Das ist aber ein Irrtum, der übrigens auch im Duden falsch steht. Tatsächlich ist es so, dass eben eher so damit gemeint ist, dass die verschiedenen psychischen Funktionen nicht mehr miteinander verknüpft sind.“

Angst, sprunghafte Gedanken, Verfolgungswahn und kein Zeitgefühl sind häufige Symptome. Besonders oft sind Migranten, wie Yasmin, von Schizophrenie betroffen.

Dr. Hesse: „Bei Migranten ist es so, dass die Migration selber ein Risikofaktor ist, der mit zu der besonderen Verletzlichkeit dieser Menschen beiträgt und damit auch mit zu einem erhöhten Risiko im Laufe seines Lebens eine schizophrene Störung zu erleiden, etwas drei mal so hoch wie in der Normalbevölkerung.“

Yasmins Eltern wanderten aus dem Nahen Osten ein: Kulturelle Entwurzelung und kein soziales Netz um Stress in der Familie aufzufangen. Dazu kam, dass sie Yasmins Krankheit nicht ernst nahmen. Die Folge: Yasmin wurde nicht ausreichend behandelt.

Dr. Hesse: „Viele Patienten schämen sich einfach, das zuzugeben, dass sie psychisch krank sind. Und vor allem auch ihre Familien, ihre Angehörigen schämen sich. Auch das kann für die Patienten sehr belastend werden. Das gilt ja nicht nur für Depressionen, wie wir jetzt gerade von Robert Enke gehört haben, sondern das gilt natürlich selbstverständlich auch für schizophrene Patienten.“

Keiner durfte von Yasmins Krankheit erfahren. Von da an verbrachte sie fünf Jahre fast nur im Bett.

Dr. Hesse: „Besondere Schwierigkeiten haben wir mit dem arabischen und vorderasiatischen Kulturkreis, weil die häufig Krankheit selber als Schuld erleben und die Krankheit vielleicht auch als göttliche Strafe sehen. Wobei das nicht auf Mohammedaner grundsätzlich beschränkt ist sondern auch im christlichen Kulturkreis findet man das sehr wohl, dass Leute sich dafür schämen und dann ihre Angehörigen wegsperren.“

Dr. Arif Ünal ist Psychiater und Leiter des Gesundheitszentrums für Migranten. Seit Jahren engagiert er sich sogar in seiner Freizeit für die Aufklärung über psychische Krankheiten.

Wir begleiten ihn zu einem Vortrag bei der türkischen Elterninitiative Bottrop.

Dass er Türke ist, erleichtert ihm den Zugang zu seinen Landsleuten sehr.

Dr. Ünal: „Bei den deutschen Kolleginnen und Kollegen erfahre ich immer wieder, wenn zum Beispiel, egal ob wir wirklich die gleichen Sachen erzählen, wenn ein deutscher Arzt oder Psychotherapeut dort hin gehen würde, und einige Eltern mit bestimmten Vorgehensweisen nicht einverstanden sind, sagen sie: Das ist ja der deutsche Erziehungsstil. Wir sind anders.“

Nach Bottrop fährt Dr. Ünal heute das erste mal. Und die Veranstaltung findet in einer Moschee statt.

Dr. Ünal: „Deswegen bin ich sehr sehr gespannt wie viele kommen, welche Fragen sie haben und wie man mit ihnen diskutieren kann.“

Die Therapie von Schizophrenie-Patienten ist sehr aufwendig. Deshalb setzt Dr. Ünal als Psychiater auf Prävention. Heute geht es um die Psyche des Kindes und Erziehung. Dr. Ünal kommt auf Wunsch der türkischen Elterninitiative. Sie sorgen sich um die psychische Gesundheit ihrer Kinder.

Dr. Ünal hält mehrmals wöchentlich solche Vorträge. Dabei kommt er ohne ein einziges Fachwort aus. Ihm geht es auch nicht darum, jeden zu einem Experten für Schizophrenie zu machen. Bezug zum Alltag und Nähe zum Menschen sind entscheidend, wie auch die Meinung der Zuhörer:

„Unsere Kinder haben keine Vorbilder, niemand der ihnen sagt ob sie auf die Realschule oder das Gymansium oder eine andere Schule gehen sollen oder können und stehen somit ganz allein da.“

Dr. Ünal: „ Um mit den Kindern einen Dialog aufzubauen braucht man keinen akademischen Hintergrund. Man kann auch emotional, intuitiv handeln.“

Manchmal, so scheint es, geht es auch einfach darum, Menschen Mut zu machen. Unterstützung, keine Vorwürfe. Yasmin hätte genau das gebraucht. Nach fünf langen Jahren hat sie ihr Schicksal damals schließlich selbst in die Hand genommen und sich eingewiesen. Sie traf auf die richtigen Leute, wurde von ihren Freunden unterstützt und nach neun Jahren Therapie war sie endlich bereit für ein selbständiges Leben.

Yasmin: „Mir gehts... jeden Tag besser. Also manchmal merke ich sogar dass nach einem halben Jahr ne Veränderung is. Dass ich, sagen wir mal, wenn Stress auf der Arbeit ist, dass ich das besser verarbeiten kann. Inzwischen kann ich auch arbeiten ohne Pause zu machen und ich merke gar nicht, dass die Zeit schon um ist.“

Dr. Ünals Präventionsarbeit kommt gut an. Das Gefühl, mit wenig viel bewirken zu können, ist für Ünal Honorar genug.

Dr. Ünal: „Die hatten natürlich ab und zu unterschiedliche Meinungen, aber wir haben das sehr gut ausdiskutiert und sie waren am Ende wirklich alle zufrieden, sogar die Kinder und Jugendlichen, die dabei waren, haben gesagt: Guck mal jetzt, was der Herr Ünal gesagt hat, jetzt musst du dich zu Hause anders verhalten. Das fand ich ganz gut. Ich glaube es hat zum ersten Mal eine Dialog zwischen den Generationen hier angefangen, heute Abend.“

Autor und Produktion

Nie wieder unfreundliche Ärzte

Das Schauspielerkrankenhaus Münster 5-min. Magazinbeitrag, 2008

Studenten in Münster üben in einem Krankenhaus voller Schauspieler

Die junge Amerikanerin im Krankenbett krümmt sich vor Schmerzen. Ihr Make-up ist von Tränen verwischt und sie flucht laut. Verzweifelt versucht der angehende Arzt alle Informationen aus ihr herauszukriegen, die er für die Diagnosestellung braucht. Dabei wird er, ohne es zu merken, immer lauter und beugt sich über die Frau - worauf diese sich noch weiter wegdreht. Hinter der Einsichtscheibe im Nebenzimmer kichern seine Mitstudierenden, denn die Frau ist eine von 16 professionellen Simulanten am Studienhospital Münster. Sehr aufmerksam sind die Studenten trotzdem, denn jeder von ihnen könnte als nächstes drankommen.

Das Studienhospital ist Teil eines europaweit einzigartigen Ansatzes der Uni Münster, die Ausbildung von Ärzten zu verbessern. Dr. Hendrik Friederichs, ärztlicher Leiter des Studienhospitals: „Wir haben hier möglichst authentische Patientenzimmer hergerichtet, die dazu führen, dass die Studenten sich wie in einem richtigen Krankenhaus fühlen und wir erhoffen uns davon, dass sie mit weniger Ängsten in die spätere Kliniksituation reingehen und sich besser auf ihre Arbeit konzentrieren können.“

Nach jeder Übungseinheit besprechen Studenten, Tutor und „Patient“, was man hätte besser machen können.
Tim Stegemann studiert im 4. Semester:

„Ich finde es super. Ich bin seit der Eröffnung vor zwei Monaten schon das fünfte Mal hier, und hier hab ich auch das Gefühl, dass ich wirklich was lerne was Praxisbezug hat.“

Aspekte, die in keinem Buch zu finden sind, werden plötzlich spürbar; beispielsweise, dass man im Zimmer eines Privatpatienten unbewußt respektvoller auftritt als im Zimmer eines Kassenpatienten.

Sehr praktisch für die Nachbearbeitung ist, dass jeder Student bei seinem „Auftritt“ gefilmt wird und das Material anschließend auf USB-Stick mit nach Hause genommen werden kann.

Zum Gesamtansatz der Uni Münster gehört neben dem Studienhospital, dass die Unterrichtseinheiten besser miteinander vernetzt wurden und die Bezahlung der Professoren nun abhängig ist von der Bewertung durch die Studierenden.

Autor

WDR 5 Leonardo: Onlinetherapie

Hilfe für den Irak über das Internet 5-min. Radiobeitrag, 2008

Über das Internet kann man mittlerweile fast alles machen: einkaufen, telefonieren, Poker spielen Radio hören und sogar eine Psychotherapie durchführen. Die Idee einer „Online-Therapie“ entstand vor über zehn Jahren an der Universität von Amsterdam und wird seit diesem Jahr genutzt, um traumatisierten Menschen im Irak zu helfen. Die beteiligten Therapeuten müssen nicht mehr im Irak sein, sondern therapieren jetzt auch von den Nachbarländern und Europa aus - per Email.

Eine Irakerin berichtet: „Ich habe gerade Obst bei meiner Freundin auf dem Marktplatz gekauft und mache mich auf den Weg nach Hause. Plötzlich höre ich Menschen hinter mir aufgeregt rufen: Ein Lastwagen rast ohne Rücksicht auf die Stände über Marktplatz. In diesem Moment explodiert er mit einem riesigen Knall, ich falle auf den Boden, überall fliegen Splitter herum, Menschen hinter mir werden zerfetzt...“

Viele Menschen im Irak hatten solche schrecklichen Erlebnisse. Die Todesangst brennt sich ins Gedächtnis ein. Immer wieder durchleben sie das Trauma - als würde es hier und jetzt stattfinden. In der Provinzhauptstadt Kirkuk im Norden des Iraks gibt es seit 2005 das Be-handlungszentrum für Folteropfer. Hier können sie medizinische, psychotherapeutische und soziale Unterstützung bekommen. Doch weil sich viele Menschen, vor allem Frauen, kaum vor die Tür trauen oder nicht die Möglichkeit haben, jede Woche nach Kirkuk zu kommen bietet man jetzt auch eine Trauma-Therapie über das Internet an. Entwickelt wurde sie vom Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin und der Universität Zürich. Dr. Christine Knaevelsrud betreut das Projekt von Berlin aus.

Dr. Knaevelsrud:
„Grundsätzlich ist das Projekt jetzt seit Anfang des Jahres am Laufen und wir sind überrascht, dass es doch so positive Rückmeldungen gibt, wenngleich wir natürlich kon-frontiert sind mit allerlei Schwierigkeiten, das heißt es gibt begrenzten Strom, es gibt be-grenzten Internetzugang, es sind immer wieder Schwierigkeiten in der Infrastruktur da.“

Trotzdem konnten bereits 20 Patienten das Angebot nutzen. Die meisten schicken ihre Emails vom PC zu Hause oder aus einem Internetcafé, ein paar nutzen auch die PCs im Behandlungszentrum Kirkuk. Die technischen Schwierigkeiten zu überwinden ist eine Frage. Aber wie gelingt eine Therapie per Computer? Kann man sich ein Trauma einfach von der Seele schreiben?

Dr. Knaevelsrud:
„In der internetbasierten Therapie schreibt man darüber, aber in ganz spezifischer Art und Weise. In der ersten Phase schreibt man so, als würde man das Trauma noch mal erleben, also in der Ich-Form, im Präsens, mit allen Details, die zu der Erfahrung dazugehören. In der zweiten Phase schreibt man einen Brief an ein fiktives anderes Opfer, dem genau das gleiche passiert ist, das heißt, man erlaubt sich so einen Perspektivenwechsel und fragt sich tatsächlich: Hatte ich damals schuld? Hätte ich etwas anderes tun können? Also diese verschiedenen Elemente ermöglichen es dem Betroffenen, das Erlebte neu zu bewerten und neu noch mal sich anzuschauen.“

Salah Ahmad ist ein irakischer Psychotherapeut. Er hat in Deutschland studiert und leitet das Behandlungszentrum in Kirkuk. Er und gut ein Dutzend Therapeuten aus dem Nahen Osten beantworten die Emails auf arabisch.

Ahmad:
„Was typisch ist, ist die Angst. Zum Beispiel allgemein, dass diese Leute immer noch nicht sicher sind, dass sie weiter leben können, dass sie weiter… und diese Angst ist so eine Erkrankung, das sehr viele Familienmitglieder dadurch auch erkrankt werden, die Kinder besonders, die immer Angst gemacht wird: Pass auf, du darfst das nicht anfassen und sie müssen zur Schule gehen, ihren Alltag sozusagen wird sehr gehindert. Und das sind Leute, die danach sehr schwer krank werden.“

2005, als das Behandlungszentrum aufgebaut wurde, waren die Menschen in Kirkuk selbst der konventionellen Psychotherapie gegenüber sehr skeptisch. Psychologische Hilfe per Internet, daran war gar nicht zu denken.

Ahmad:
„Sie wundern sich, dass jemand aus dem Ausland kommt und sich bereit erklärt, diese Leute umsonst zu behandeln. Da sind sie erst mal, sozusagen in ihrem Misstrauen dabei und stellen sich Fragen, wo man sich wundert, anstatt Behandlung anzunehmen.“

Aber man hat für das Angebot geworben und auch mit den religiösen Führern gesprochen. Nach und nach wurde das Behandlungszentrum akzeptiert. Jetzt kommen immer mehr Leute zu Ahmad. Das seelische Leid im Irak ist groß.

Das Konzept der internet-basierten Therapie kommt ursprünglich aus den Niederlanden. Dort werden die Kosten sogar schon von den Krankenkassen übernommen. Sie ist deutlich preiswerter als eine konventionelle Therapie. Und das nicht nur für Trauma-Patienten.

Dr. Knaevelsrud:
„Depression ist ein Krankheitsbild, was mittlerweile sehr erfolgreich behandelt wird. Verschiedene Angststörungen wie zum Beispiel Panikstörungen ist mittlerweile auch nachgewiesen, dass es dort verschiedene erfolgreiche Programme gibt. Unter anderem gibt’s eine Reihe von Ansätzen für Essstörungen, also sowohl Magersucht als auch Bulimie, das heißt, das Spektrum dessen, das über das Internet erreichbar wird und behandelbar wird, wird immer größer.“

Therapie per Internet eignet sich nicht für Menschen, die besonders instabil sind, die unter sehr starken Depressionen oder Drogenabhängigkeit leiden. Wichtig ist auch, dass die Patienten Lust haben zu schreiben und ihre Gefühle auszudrücken.

Autor

Funkhaus Europa: Der Tempel des Wissens

Leben in einem englischen Internat 3-min. Radiobeitrag, 2007

Leben in einem englischen Internat

Spätestens seit Harry Potter geht von britischen Internaten eine Faszination aus, die nicht vergleichbar ist mit der Atmosphäre einer normalen Schule. Eines der besten Internate Englands befindet sich in Stowe, umgeben vom Naturschutzgebiet Buckinghamshire. Die Landschaften im Herzen Englands, zwischen London und Liverpool, sind für ihre Schönheit berühmt und sind idealen Ort zum lernen und leben. In England ist es, im Gegensatz zu Deutschland, viel normaler, seine Kinder auf ein Internat zu schicken. Die Rundum-Betreuung fern von der Familie soll den Charakter stärken. So wird von vielen eine Schule wie Stowe als die bestmögliche Vorbereitung auf das Leben in der Leistungsgesellschaft gesehen. Und die will man seinen Kindern nicht verwehen – falls man es sich leisten kann.

Grüne Wiesen bis zum Horizont, glitzernde Seen am Fuße sanfter Hügel, kleine Tempel zwischen den Bäumen - die verträumte Atmosphäre eines typisch englischen Landschaftsgartens, mitten drin das noble Herrenhaus: „Stowe School“.

Dr. Antony Wallersteiner:
„Die Schule wurde 1923 gegründet. Aber das Gebäude, in dem sie untergebracht ist, stammt vorrangig aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Hier lebte die Temple Gremble Familie, die Herzöge von Buckingham. Sie verkauften das Haus. Und aufgrund der herrlichen Umgebung, des wunderschönen Gartens und der fantastischen Gebäude beschloss man die Gründung eines neuen Internats.“

Dr. Antony Wallersteiner ist Kunsthistoriker und Direktor des Internats Stowe. Er leitet die 600 „Stoics“, wie die Schüler von Stowe genannt werden. Gut betuchte Eltern aus der ganzen Welt vertrauen Wallersteiner ihre Kinder an, damit sie später die besten Chancen auf einen Platz in der Chefetage haben.

Die 18-jährige Cara Dörenberg aus Niedersachsen lernt und lebt seit drei Jahren in Stowe. Das tägliche Tragen der Schuluniform ist obligatorisch. Sie musste sich schnell an den strengen und straff organisierten Schulalltag gewöhnt.

Cara Dörenberg:
„Es war das erste Mal, dass ich eine Uniform getragen habe und ich hatte ein bisschen Angst, weil ich niemanden kannte und mein Englisch nicht besonders gut war. Sobald du hier bist, hast du keine Chance Deutsch zu reden, weil keiner Deutsch spricht. Aber alle waren wirklich sehr nett zu mir und haben mir in den ersten Tagen geholfen.“

Der freundliche Umgang der Schüler miteinander und das Engagement der Lehrer sind in Stowe selbstverständlich. Die Klassen sind klein und jeder Lehrer hat einen Computer mit Beamer. Auch außerhalb des Stundenplans wird viel geboten: Schwimmbad, Golfplatz Theateratelier und vieles mehr. Im Gegenzug muss man sich dem straffen Stundenplan und den vielen Regeln fügen. Einen Freund dürfte Cara zwar haben…

Cara Dörnberg
“…aber Händchenhalten ist noch OK, aber mehr dann auch eigentlich nicht. Und Jungen dürfen auch nicht auf die Mädchenzimmer und Mädchen dürfen nicht auf die Jungenzimmer. Das ist einfach so. Und man kann sich aber im Gemeinschaftsraum treffen und da zusammen quatschen und einfach zusammen sitzen.“

Doch die Freizeit der Stoics ist knapp bemessen, denn Leistung steht in Stowe an vorderster Stelle. Ein Prinzip mit Vor- und Nachteilen. Wer sich dem Konkurrenzkampf nicht stellt, hat keine Chance. Überzeugt man aber durch seine Fähigkeiten, spielt der ethnische und religiöse Hintergrund nicht die geringste Rolle. Jede Woche ruft Dr. Wallersteiner alle Schüler zu einer Versammlung in die Kirche. Wie in einem „Harry Potter“-Film werden Auszeichnungen für besondere Leistungen vergeben.

Dr. Wallersteiner:
„Ich persönlich mag Internate sehr. Mir gefällt die allumfassende Erfahrung, die du an einer solchen Schule machst. Du musst dich einbringen, du gehst vollkommen darin auf – die Schule wird zu deiner Familie.“

Doch der Traum vom Lernen in der Stowe-Familie ist nicht billig. 44.000 Euro müssen die Eltern hinblättern. Das kann sich nicht jeder leisten. Und nicht jedes Kind kann Stowe gerecht werden. Wer das Eliteinternat aber erfolgreich absolviert, dem steht die Welt offen.

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